Produktionsoptimierung mit Cobots
15.1.2026
Auf einen Blick: Fakten zur Produktionsoptimierung mit Cobots
- Deutschland ist Robotik-Spitzenreiter in Europa
- Warum klassische Automatisierung an Grenzen stößt
- Diese Gründe stehen für eine Prozessoptimierung durch Cobots
- Das liebe Geld: Was kostet ein Cobot
- So gelingt der Start in die Prozessoptimierung mit Cobot
Produktionsoptimierung mit Cobots
In der deutschen Industrie sind aktuell 278.900 Roboter (Industrieroboter und Cobots) im Einsatz – ein Anstieg von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt Deutschland europäischer Spitzenreiter in der Roboter-Automation [1].

Cobots erfahren in der industriellen Fertigung eine hohe Akzeptanz, wie ein kürzlich von Universal Robots veröffentlichter Report („State of Industrial Automation Report 2025“) zeigt. Demnach bewerten „84 % der teilnehmenden Mitarbeitenden den Einsatz von Cobots positiv“[2]. Beste Voraussetzungen, um existierende Produktionsprozesse auf ihr mögliches Optimierungspotenzial durch (kollaborative) Roboter zu untersuchen. Überzeugungsarbeit muss hier keine mehr geleistet werden, denn Arbeitskräftemangel, zunehmende Variantenvielfalt, der Wunsch nach mehr Effizienz und Kostendruck sprechen eine deutliche Sprache. Wer bestehe Prozesse nachträglich mit (kollaborativen) Robotern ausstatten möchte, hat oft keine Zeit zu verlieren und verfügt in den seltensten Fällen über 6-stellige Budgets. Klassische Automatisierung stößt hier an Grenzen! Zu starr, zu komplex und meistens auch zu teuer. Die Produktionsoptimierung mit Cobots (kollaborative Roboter) löst dieses Dilemma. Kollaborative Roboter wie z. B. die der Hersteller DOBOT, Doosan oder Universal Robots sind nicht nur flexibler, sondern meistdeutlich wirtschaftlicher als Industrieroboter. Zudem lassen sie sich zügig in bestehende Prozesse integrieren.
3 gute Gründe seine Produktion mit Cobots zu optimieren
Prozessstabilität & Qualitätssicherung
Es braucht keine wissenschaftlichen Analysen, um zuerkennen, dass der Mensch in punkto Ausdauer und Wiederholgenauigkeit körperlich an Grenzen stößt. Nicht umsonst dreht sich dort, wo Mitarbeitende z.B. Teile verpacken oder Kartonagen stapeln, das Personalkarussell oft schneller. Cobots hingegen glänzen mit einer Wiederholgenauigkeit, die Mensch nie erreichen kann; schon gar nicht am Ende einer 8-Stunden Schicht. Sie führen monotone und/oder präzise Aufgaben unabhängig von Uhrzeit oder Tagesform zuverlässig aus. Wer sich dafür entscheidet, seinen Kollegen und Kolleginnen einen Roboter an die Seite zu stellen, darf sich im Gegenzug auf gleichbleibende Qualität und stabile Prozesse freuen. Gerade dort, wo die Qualitätsanforderungen hoch sind (z. B. Medizintechnik oder Elektronik), wird Prozessstabilität ein Wettbewerbsvorteil.

Flexibilität
Klassische Automation steht bis heute vielerorts stellvertretend für Sondermaschinenbau und damit für individuelle Lösungen für spezifische Prozesse. Doch nicht alle Phasen der industriellen Wertschöpfungskette sind komplex!
Die Rohstoff- und Materialbeschaffung
Dieser Schritt ist die Grundlage aller folgenden Prozesse. Ob Rohstoffe, Halbzeuge oder Komponenten – hier werden in jedem Fall Dinge bewegt! Ob De-Palettieren oder Entpacken: Cobots entlasten – das Budget und die Mitarbeitenden.
Die Produktionsplanung & Ressourcenmanagement
Vor jeder Produktion müssen Unternehmen Personal, Kapazitäten, Maschinen, Werkzeuge und Materialien sinnhaft verplanen. Neuralgische Punkte: der Arbeitskräftemangel und hohe Lohnnebenkosten.
Der Produktionsprozess/ die Herstellung und Montage
Hier wird aus Rohmaterial durch Bearbeitung, Montage oder Verarbeitung ein Produkt. In diesem Prozessschritt sind Effizienz und Qualität entscheidend. Gerade hier gibt es enormes Potenzial für Cobots, um Maschinen zu beschicken, Material umzuschlagen bzw. zu handhaben, Material abzutragen oder Bauteile zu montieren. Hier geht's zu einem Beispiel.
Qualitätssicherung
Wer im Kundenauftrag fertigt, darf sich keine Fehlererlauben! In der Qualitätssicherung wird deshalb gemessen, geprüft und dokumentiert. Auch hier können Cobots Aufgaben übernehmen!
Intralogistik & Materialfluss
Wo Materialien, Halbfertigprodukte oder fertige Produkteinnerhalb der eigenen Produktion bewegt werden müssen, sind schnelle Durchlaufzeiten Voraussetzung für Kosteneffizienz. Hier haben wir ein Beispiel.
Distribution & Auslieferung
Alles muss raus! Die fertigen Produkte müssen verpackt, palettiert und kommissioniert ausgeliefert werden. Viel zu oft passiert das noch manuell und riskiert damit die Gesundheit seiner Belegschaft. Schnellergeht’s mit einem Cobot. Hier gibt es ein Beispiel.
Nahezu jedes Unternehmen managt neben seiner Kernaufgabe, der Herstellung von Bauteilen und Produkten, auch noch Bereiche wie die Instandhaltung oder die Personalplanung, Wer Cobots einsetzt, wird auch in diesen Bereichen über kurz oder lang Entlastung spüren.
Entlastung der Mitarbeitenden
Cobots übernehmen körperlich belastende, monotone oderergonomisch ungünstige Tätigkeiten. Mitarbeitende bleiben damit nicht nur gesünder, sondern können sich stattdessen auf wertschöpfende Aufgabenkonzentrieren. In Zeiten des Arbeitskräftemangels wird eine Entlastung durch Cobots zu einem zentralen Baustein im Employer Branding: Moderne Arbeitsplätze ziehen moderne Talente an.
Wirtschaftlichkeit: Wann lohnt sich ein Cobot?
Erfahrungsgemäß amortisieren sich die Kosten für einen Cobot oft schneller, als viele Verantwortlichen erwarten. Entscheidend ist, dass jedes Unternehmen seine eigenen Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit macht. Versuchen Sie es selbst.

Wer sich hier mit anderen Unternehmen vergleicht, machteinen Fehler! Die Wirtschaftlichkeit eines Cobots hängt nämlich von Faktoren ab, die sich erfahrungsgemäß von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden:
- Prozesskomplexität (einfache Prozesse kommen z. B. oft ohne Kameratechnik aus)
- Taktzeiten (Geschwindigkeit muss kein Killerkriterium sein. Oft kann ein Cobot mehrere Teile gleichzeitig greifen.)
- Schichtmodell (1,2 oder 3: Jede Firma hat eigene Modelle. Fakt ist: Cobots bekommen weder Schicht- noch Wochenend-Zuschläge)
- Materialfluss (modernste Fördertechnik macht aus jedem Cobot einen Teamplayer
- Mitarbeitenden Qualifikation (seine Belegschaft zu schulen kostet immer Zeit)
Das zeigt: Ein Cobot ist kein Selbstzweck. Sobald er ein konkretes Problem löst, ist er wirtschaftlich.
Erste Schritte in der Prozessoptimierung mit Cobots
Ein Cobot-Projekt steht und fällt mit der richtigen Herangehensweise: Starten Sie mit einer Prozessanalyse und definieren Sie ein klares Ziel wie z. B.
- Wir wollen dieselbe Stückzahl produzieren obwohl zwei unserer KollegInnen in die Rente gehen.
- Wir wollen mehr Bauteile bei gleichbleibend hoher Qualität fertigen.
- Wir wollen mit Blick auf den Variantenreichtum der Bauteile flexibler agieren.
- Wir wollen unser Unternehmen zukunftsfähig machen.
Binden Sie Ihre Mitarbeitenden in die Planungen für einen Cobot ein. Sie profitieren durch Akzeptanz bei der Belegschaft. Transparente Kommunikation baut Vertrauen auf. Echte Mensch-Roboter-Kollaboration beginnt hier. Wählen Sie für den Start im besten Fall den einfachsten Use Case von allen und nutzen Sie z. B. fertige Lösungen wie die Basis-Pakete der XITO-Plattform. Sammeln Sie Erfahrungen im Umgang mit dem Cobot. Checken Sie dann die Skalierbarkeit und weiteres Potenzial im Unternehmen.
Fazit
Cobots sind mehr als ein Trend. Sie sind ein strategisches Werkzeug, um Produktionsprozesse stabiler, flexibler und wirtschaftlicher zu gestalten. Sie entlasten Mitarbeitende, erhöhen die Qualität und schaffen die Grundlage für eine skalierbare Automatisierungsstrategie. Lösungen wie die XITO-Plattform mit ihrem No-Code Ansatz stehen stellvertretend für die einfache Automation bestehender Prozesse mit Robotern und für eine gelingende Mensch-Roboter-Kollaboration. Wer sich zeitnah mit der Automatisierung durch Roboter auseinandersetzt, verschafft sich einen echten und messbaren Wettbewerbsvorsprung.
Quellen:
[1] Quelle: https://www.digital-manufacturing-magazin.de/fabrik-roboter-deutschland-ist-spitzenreiter-a-3bc2ce6929ba64488fee1e44a39345c9/#:~:text=In%20der%20deutschen%20Industrie%20sind,Spitzenreiter%20in%20der%20Roboter%2DAutomation.(abgerufen am 30.12.2025)
[2] https://automationspraxis.industrie.de/news/cobots-erhalten-von-europas-fachkraeften-ein-positives-feedback/abgerufenam 30.12.2025)
Bilder von XITO und Unsplash (Towfiqu barbhuiya & TECNIC Bioprocess Solutions)








