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Wenn Feierabend ist, legt der Cobot los: Wie Lautz Nebenlaufzeiten nutzt

Lautz fertigt präzise CNC-Teile für die Luftfahrt in einem Umfeld, das viele mittelständische Betriebe gut kennen: viele Varianten, kleine Stückzahlen, schwankende Auslastung. Eine klassische zweite oder dritte Schicht kommt dafür kaum infrage. Mit XITO nutzt das Unternehmen nun genau die Zeiten, in denen die Maschine früher stillstand: abends, am Wochenende oder über Feiertage.
‍Die Lautz Fertigungstechnik GmbH aus Driedorf ist seit rund 40 Jahren in der Zerspanung tätig. Das Unternehmen fräst und dreht vor allem Aluminiumteile für die Luftfahrt, verarbeitet aber auch Kunststoff und Stahl.

Unausgeschöpfte Potenziale im Einschichtbetrieb

Als reines Projektgeschäft mit unregelmäßigen Aufträgen und rund 15 Mitarbeitenden im Einschichtbetrieb arbeitet Lautz in einem High-Mix-Low-Volume-Umfeld: Etwa 2.000 Teilenummern laufen pro Jahr durch die Fertigung, wobei schon eine Bestellung über 100 Stück als hohes Volumen gilt.

Genau darin lag die Herausforderung: Viele Aufträge sind klein und individuell, gleichzeitig gibt es immer wieder Volumenaufträge oder Stoßzeiten, in denen die vorhandene Kapazität nicht ausreicht. Eine dauerhafte zweite oder dritte Schicht wäre dafür keine Lösung. Fachkräfte sind schwer zu finden, Schichtarbeit ist unbeliebt, und nicht jede Auftragsspitze rechtfertigt den dauerhaften Ausbau der Produktion. Zudem war der Platz für eine klassische Roboterzelle begrenzt. Die Lösung musste also flexibel, platzsparend und einfach zu bedienen sein – ganz ohne Programmierkenntnisse.

Baukasten statt Blackbox

Geschäftsführer Michael Lautz stieß bei einer Websuche auf XITO. Besonders überzeugten ihn das Baukastensystem und der No-Code-Ansatz, die eine individuelle Konfiguration von Cobot, Greifern und Zubehör ermöglichen. So konnte Lautz verschiedene Lösungen vergleichen und passend zur eigenen Fertigung konfigurieren.

Die größte Hürde lag in der Anbindung der ersten CNC-Maschine. Doch dank der intuitiven Bedienbarkeit der XITO-Plattform gelang die Einrichtung ohne aufwendige Schulungen. Nach einer kurzen Einarbeitungsphase konnte das Team weitere Teile selbst einlernen und die Anwendung Schritt für Schritt ausbauen.

Der Cobot steht nun bei Bedarf vor einer Haas-CNC-Maschine und übernimmt dort das Einlegen und Entnehmen der Bauteile. Dank eines Schnellverschlusses positioniert Lautz den Cobot ohne lange Umrüstzeiten vor der Maschine. Fertigt das Unternehmen ein passendes Teil, fährt das Team es einmal ein. Anschließend läuft der Prozess selbstständig weiter.
Ort
Driedorf, Deutschland
Branche
Zerspanung
Fazit

„Für uns als mittelständisches Unternehmen war das der ideale Einstieg in die Automatisierung.“

Michael Lautz,
Geschäftsführer, Lautz Fertigungstechnik GmbH

24/7-Produktion ohne zusätzliche Kosten

Heute setzt Lautz den Cobot gezielt dort ein, wo Stückzahl, Bearbeitungszeit und Maschinenbelegung zusammenpassen. Nicht jedes Teil eignet sich für die Automatisierung. Doch bei den passenden Aufträgen verändert der Cobot den Fertigungsalltag deutlich: Die Maschine läuft weiter, auch wenn die reguläre Tagschicht längst beendet ist.

Besonders zeigt sich der Vorteil bei Teilen mit längerer Bearbeitungszeit. Bei einem aktuellen Kontraktteil dauert ein Fräsvorgang rund 30 Minuten. Hier zählt nicht, ob der Cobot den Teilewechsel um wenige Sekunden verkürzt. Entscheidend ist, dass er zuverlässig nachlegt und die Maschine über viele Stunden produktiv hält.

So kann Lautz Aufträge, die früher eine ganze Woche im Einschichtbetrieb gebunden hätten, heute über ein Wochenende abarbeiten. Die wertvolle Tagschicht bleibt frei für kleinere Stückzahlen, wechselnde Teile und Aufgaben, bei denen Fachwissen gefragt ist.

In einem Fall lief der Cobot sieben Tage und Nächte am Stück. Für Lautz bedeutet das mehr Durchsatz, mehr Flexibilität und deutlich mehr Ruhe in Stoßzeiten. Das Unternehmen nutzt seine vorhandenen Maschinen besser aus, ohne dauerhaft zusätzliche Schichten aufzubauen oder weiteres Personal für monotone Nachlegearbeiten einzuplanen.

„Die Zusammenarbeit mit XITO war super – von der Beratung bis zur Inbetriebnahme. Der Cobot hat uns die Möglichkeit gegeben, unsere Kapazitäten flexibel zu erweitern, ohne auf Schichtarbeit oder zusätzliche Fachkräfte angewiesen zu sein. Für uns als mittelständisches Unternehmen war das der ideale Einstieg in die Automatisierung.“ – Michael Lautz, Geschäftsführer der Lautz Fertigungstechnik GmbH

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